Lehrerinnen und Lehrer in Schulmanagement-Sitzung

Schulmanagement und -entwicklung

Wie sieht sie aus, die digitale Schule der Zukunft? Und wie können ein zeitgemäßes Schulmanagement und eine nachhaltige Schulentwicklung mit Hilfe der Digitalisierung gestaltet werden? Digitale Infrastruktur und Anwendungen können den Schulalltag einfacher, effizienter und partizipativer machen. Allen Beteiligten an der Schule – von den Schülerinnen und Schülern, den Eltern und dem Kollegium über die Schulleitung bis hin zu externen Partnern – stehen verschiedene digitale Werkzeuge zur Verfügung, um das gemeinschaftliche, projektbezogene oder persönliche Arbeiten zu gestalten. Von anpassbaren, intuitiv zu bedienenden Datenbanklösungen für die Schulverwaltung bis hin zu Lernmanagementsystemen für eine individuelle Projektarbeit oder den schnellen Informations- und Datenaustausch bietet die Digitalisierung Schulen vielfältige Möglichkeiten.  
 

Digitale Bildung als Gemeinschaftsaufgabe

Doch lässt das Raumkonzept der Schule individuelle Projektarbeit überhaupt zu? Ist die Lehrerschaft auf den Kulturwandel eingestellt? Und reichen technische Infrastruktur und personelle Ressourcen aus? Die Einführung und Etablierung von digitalen Lösungen an Schulen wirft viele Fragen auf und erfordert eine umfassende Koordinationsarbeit durch die Verantwortlichen für Schulmanagement und -entwicklung, die im besten Fall alle schulischen Akteure von der Schulleitung bis zu den Eltern mit einbezieht. Es gibt hier nicht den einen richtigen Weg, viel mehr gilt es eine passende Lösung für die jeweilige Schule und ihre Schulgemeinschaft zu finden.  
 

Computerräume haben ausgedient

Neben der digitalen Infrastruktur der Schule, stehen Schulmanagement und -entwicklung vor einer weiteren Herausforderung: Die Nutzung digitaler Medien ermöglicht dezentrales, individuelles und eigenverantwortliches Lernen. Das erfordert einen Rollenwechsel im Selbstverständnis der Lehrkräfte. Sie werden nun zu Lernbegleitern, die ihre Schülerinnen und Schüler individuell fördern und auf ihrem Lernweg begleiten sollen. Das stellt gleichzeitig neue und vielfältige Ansprüche an Raumkonzepte und Zeitmanagement der Schulen. Um die stärkere Individualisierung zu fördern und jedem Kind den bestmöglichen Lernraum zur Verfügung zu stellen, braucht es nicht nur eine Diversität an Räumen, sondern auch zeitliche Flexibilität, um Lernzeiten oder die Verzahnung von Unterricht mit weiteren Angeboten zu ermöglichen. In einigen Schulen hat beispielsweise der einfache Computerraum bereits ausgedient und ist einer multifunktionalen digitalen Werkstatt gewichen. Dementsprechend müssen je nach Bedarf auch Qualifizierungen durch externe oder schulinterne Fortbildungen angeboten werden, um die Digitalisierung der Schule auch in der Personalentwicklung abzubilden.