Feedback, Motivation und Belohnungen
Mit steigendem Schwierigkeitsgrad eines Spiels ist es wichtig Feedback- und Motivationsmechaniken zu installieren. Überwiegend wird dabei auf Belohnungen für Spielerinnen und Spieler zurückgegriffen. Spielentwickler:innen nutzen ausgeklügelte Belohnungsmechanismen, die sowohl feste, kontinuierliche als auch variable Anreize bieten. Gleichzeitig rückt die nachhaltige Motivation immer mehr in den Fokus, um langfristiges Engagement zu fördern. Belohnungen können unterschiedlich dosiert werden. Diese Dosierungen werden in vier Zeitpunkten eingeteilt:
Fester Zeitpunkt: In zeitlich festgelegten Zeitpunkten (bspw. alle vier Spielstunden) wird eine Belohnung verteilt. Ein Beispiel hierfür sind Belohnungen für tägliche Log-ins, wie man sie aus Smartphone-Games kennt. Die Spielerinnen und Spieler bekommen für ihre täglichen Appöffnungen die In-Game-Währung, welche sonst nur durch Echtgeld-Transaktionen verfügbar ist.
Kontinuierlich: Spielerinnen und Spieler erhalten permanent kleine Belohnungen. Das ist für viele Spielsituation uninteressant, da auf Dauer die Belohnungen ihre Wirkungen verlieren. Stattdessen sollten sich mit abwechslungsreichen Anreizen kombiniert werden, um Ermüdung und Gewöhnungseffekte zu vermeiden.
Willkürlich: Sehr selten erhalten Spielerinnen und Spieler zu einem willkürlichen Zeitpunkt eine Belohnung. Dies ist eine sehr interessante Möglichkeit Belohnungen zu verteilen, da sie auf das Gehirn extrem stark wirkt. Jedoch machen solche Mechaniken abhängig, hierfür sind Glücksspiele aller Art ein gutes Beispiel.
Festes Verhältnis: Hierbei handelt es sich um ein gutes Mittel um Belohnungen zu verteilen, es ist der Standard in der Spielindustrie. Belohnungen werden nach einem festen Rhythmus und gekoppelt an Leistung zur Verfügung gestellt (100 Gegner eliminiert, 10 Ressourcen gesammelt usw.).
Der Wert, dem Spielerinnen und Spieler Belohnungen beimessen, nimmt über die Länge des Spiels ab. Daher ist es sinnvoll ein gutes Belohnungsmanagement zu entwickeln und Belohnungen in ihrer Wertigkeit zu steigern (zum Beispiel: stärkere Ausrüstung bei schwierigeren Aufgaben) oder auch die Belohnungen mit anderen Effekten zu koppeln. So ist es üblich in der Anfangsphase von Spielen die Übergabe von Belohnungen mit einem Sound-Effekt zu versehen. Das Gehirn verknüpft den Soundeffekt mit einer Dopamin-Ausschüttung. Im weiteren Spielverlauf reicht es den Soundeffekt abzuspielen ohne eine Belohnung zu gewähren. Das Gehirn schüttet dennoch Dopamin aus, weil es durch das Spiel dazu konditioniert wurde.