Stop Motion per App gestalten

Mit der App Stop Motion Studio können Schülerinnen und Schüler ohne viel Aufwand Trickfilme und Erklärvideos selbstständig produzieren und so vielfältige Themenbereiche und Fachinhalte kreativ umsetzen.

Zwei Lehrer erstellen mit dem Tablet ein Erklärvideo

Trickfilme faszinieren Kinder und Jugendliche – denn die Grenzen der Realität verschieben sich hier, alles ist möglich. Das Medium eignet sich daher gut, um mit Schülerinnen und Schülern komplexe Themen im Unterricht individuell zu bearbeiten. Mit Erklärvideos können beliebige Themenbereiche und Fachinhalte umgesetzt und eine intensive und kreative Auseinandersetzung mit ihnen ermöglicht werden. Die aktive Medienarbeit mit Trickfilmen ermöglicht es den Schülerinnen und Schülern gleichzeitig Kompetenzen und Fertigkeiten in verschiedenen Bereichen zu entwickeln und eignet sich für alle Schulformen, Klassenstufen und Fächer.

Um ein Trickfilmprojekt im Unterricht zu realisieren, eignet sich beispielsweise die App Stop Motion Studio.  Mit dieser Anwendung kann der gesamte Produktionsprozess mit nur einem Gerät durchgeführt werden. Die Filmemachenden benötigen lediglich ein Tablet oder Smartphone mit Kamerafunktion. Mithilfe der App werden damit schließlich in einer Sequenz Bilder aufgenommen und zu einem Clip zusammengeführt. Darüber hinaus stellt die App weitere Funktionen zur Verfügung, die für das Erstellen von Trickfilmen nützlich sind, z. B. Tonaufnahmen oder eine Überblendung des vorherigen Bildes.
 

Die Trickfilmproduktion in den Unterricht integrieren

Trickfilmprojekte können einerseits in offenen Unterrichtskontexten, z. B. in der Nachmittagsbetreuung oder in AGs, umgesetzt werden und ermöglichen den Schülerinnen und Schüler über einen längeren Zeitraum eine intensive Auseinandersetzung mit der Filmproduktion. Andererseits ist auch eine Einbindung im regulären Unterricht möglich, um hier eine intensive sowie kreative Auseinandersetzung mit dem erlernten Fachwissen zu ermöglichen:

  • Vor allem im Bereich der künstlerischen und gestalterischen Unterrichtsfächern eröffnet die Beschäftigung mit Trickfilmen viele Möglichkeiten: Diese reichen von der Erstellung der Figuren und Requisiten aus unterschiedlichen Materialien, über die Gestaltung der Hintergrundkulisse bis zur Auseinandersetzung mit Filmästhetik und Kameraführung.
  • Im Deutsch- und Fremdsprachenunterricht kann die Erstellung von Trickfilmen etwa eingesetzt werden, um behandelte Unterrichtseinheiten zu vertiefen und das Geschichtenerzählen zu fördern.
  • Doch auch in den MINT-Fächern können Trickfilmprojekte Anwendung finden. Der Mathematikunterricht lässt sich spielerisch gestalten, indem Übungen zur Festigung der Grundrechenarten oder geometrische Formen visualisiert werden. Im Biologie- oder Chemieunterricht können Schülerinnen und Schüler naturwissenschaftliche Vorgänge  mit Knet- oder Papierfiguren darstellen oder Versuche mittels Stop Motion dokumentieren (Mehr zum Kontext hier)
  • Fachübergreifend regt das Thema zu einer kritischen Auseinandersetzung mit Medienproduktion und -nutzung an.

Da die Produktion von Trickfilmen Konzentrationsfähigkeit erfordert, sollten Lehrkräfte vor allem mit jüngeren Schülerinnen und Schülern zunächst kleine Projekte in Angriff nehmen. Die Kinder können angelegt an ein Bilderbuch oder Märchen eine Szene wählen, die in einem Satz erzählt werden kann. Bei der Umsetzung können entweder vorhandene Figuren und Hintergründe (z. B. Lego-Steine, Playmobil, Puppenhaus) benutzt oder eigene (etwa aus Knete, Holz oder Pappe) gebastelt werden.

In vier Schritten zum Trickfilm

Bei der Durchführung eines Trickfilmprojekts können die folgenden Produktionsschritte als Orientierung dienen:

  1. Inhaltliche Hinführung (Geschichte des Films, Theorie, erste Übungen)
  2. Vor-Produktion (Filmidee, Storyboard erstellen, ggf. Basteln)
  3. Film-Produktion (Szene aufbauen, Bilder aufnehmen und zusammenfügen)
  4. Nachbereitung (Ton einfügen/anpassen)

Mit der App Stop Motion Studio arbeiten

Um einen Trickfilm mit Stop Motion Studio zu erstellen, wird mit dem Öffnen der App zunächst ein neues Projekt angelegt. Danach erscheint der Bearbeitungsmonitor: hierüber erfolgt die Bildaufnahme, sobald der rote Knopf betätigt wird. Anschließend werden die Figuren ein kleines Stück weiterbewegt, um das nächste Foto aufzunehmen – dieser Vorgang wird bis zum Ende der gewünschten Szene wiederholt. Abschließend werden die gewünschten Bilder zu einem Video verbunden.

Für ein präzises Arbeiten ist die Nutzung der Überblendungs-Funktion zu empfehlen: während man die Figur für das nächste Bild verschiebt, kann man sehen, wie diese im vorherigen Bild positioniert war. Je genauer gearbeitet wird, desto fließender wirken die Bewegungen später im fertigen Film.

Je nachdem, ob die Figuren in 2D oder 3D gestaltet sind, eignet sich für die Aufnahme der Bilder ein anderer Kamerawinkel. Werden flache Pappfiguren eingesetzt, empfiehlt es sich von oben zu filmen. Bei 3D-Szenen wird von der Seite gefilmt. In beiden Fällen ist jedoch wichtig zu beachten, dass die Kamera sich nicht bewegt. Am besten wird das Tablet oder Smartphone vorher fest auf einem Stativ montiert.

Steckbrief Stop Motion Studio

  • Kostenlose App für iOS und Android
  • Anwendung auf dem Tablet oder Smartphone
  • deutschsprachige Navigation
  • Nützliche Funktionen: Tonaufnahme, Auslöser timen, Überblendung des vorherigen Bildes, Rasterlinien, Speichern und Teilen
  • Erweiterte Funktionen über InApp-Käufe oder die Pro-Version
  • Link: https://www.cateater.com/

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