Digitale Spiele gehören längst zur Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen und das nicht erst seit der Pandemie. In diesem Zusammenhang rücken sogenannte Serious Games zunehmend in den Fokus der Bildungsdiskussion. Dabei handelt es sich um digitale Spiele, die gezielt dafür entwickelt wurden, Wissen zu vermitteln oder zum Nachdenken über gesellschaftlich relevante Themen anzuregen, wie etwa Umweltschutz, Demokratie, Gesundheit oder Inklusion.
Im Unterschied zu klassischen Lernprogrammen kombinieren Serious Games spielerische Elemente mit einer durchdachten inhaltlichen Gestaltung. Die Spielmechanik, das Storytelling und das Design sind von Anfang an auf ein konkretes Bildungsziel oder ein ernstes Thema ausgerichtet. Spieler:innen sollen dabei nicht nur unterhalten, sondern aktiv einbezogen und zum Weiterdenken angeregt werden.
Ein verwandtes, aber eigenständiges Konzept ist das Game-Based-Learning. Hierbei werden bestehende Spiele, die oft ursprünglich für den Unterhaltungsbereich entwickelt wurden, gezielt im Unterrichtskontext eingesetzt, um Lernprozesse zu unterstützen. Der Lerneffekt ergibt sich dabei aus dem kreativen Einsatz des Spiels im didaktischen Rahmen, nicht unbedingt aus seiner ursprünglichen Intention.
Serious Games können den Unterricht bereichern, indem sie Lerninhalte in neue Kontexte setzen, emotional ansprechen und zur aktiven Auseinandersetzung motivieren. Sie bieten einen niedrigschwelligen Zugang zu komplexen Themen und lassen sich sowohl im Fachunterricht als auch fächerübergreifend einsetzen. Gerade für Schülerinnen und Schüler, die einen spielerischen Zugang bevorzugen, eröffnen sie zusätzliche Lernwege. Da das Angebot an Serious Games kontinuierlich wächst, haben wir für Sie eine kleine Auswahl an empfehlenswerten Spielen zusammengestellt, die auf unterschiedliche Themenbereiche und Altersgruppen abgestimmt ist.